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Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Praxisräume der Vrielmannakademie erhielten die Kollegen von Wago einen Einblick in die automatisierte Schulungsanlage.

Wenn Klemmen plötzlich smart werden

Wie Vrielmann und WAGO gemeinsam die Schulung von Elektrikern digitalisieren.

Was auf den ersten Blick nach einem ganz normalen Treffen zwischen zwei Technikfirmen klingt, ist in Wirklichkeit ein spannendes Beispiel dafür, wie Digitalisierung auch in der Ausbildungstechnik Einzug hält. Oder anders gesagt: Wenn Klemmen plötzlich smart werden, verändert sich nicht nur die Technik – sondern auch die Art, wie wir sie vermitteln. Denn wenn Bastian Barth, Projektmanager für Automation bei Vrielmann, und Thorsten Stuckenberg, Sales Manager bei WAGO, aufeinandertreffen, geht es nicht nur um Kabel und Schaltpläne – sondern um nichts weniger als die Zukunft der Energieversorgung und in diesem Fall die Ausbildung der Menschen, die sie möglich machen.

Schulung mit Hightech: Von der Tafel zur smarten Station

Bei Vrielmann in Nordhorn wird nicht nur gebaut und geplant, sondern auch geschult. Externe und auch interne Elektriker werden hier fit gemacht für die Mittelspannungswelt – also für genau die Technik, die zwischen Kraftwerk und Haushaltssteckdose liegt. Damit das nicht nur theoretisch passiert, hat Vrielmann eine eigene Schulungsstation aufgebaut. Und die ist alles andere als Oldschool.

„Unsere Schulungsanlage wurde mit Automatisierungstechnik ausgestattet“, erklärt Bastian Barth. Ziel ist es, realitätsnahe Szenarien durchzuspielen – vom einfachen Netzanschluss bis zur komplexen Kommunikation mit der Leitstelle. Dabei hilft WAGO mit moderner Technik, etwa durch sogenannte Fernwirk-Controller. Die sorgen dafür, dass Daten nicht nur gesammelt, sondern auch verarbeitet und weitergeleitet werden – ein bisschen wie das Nervensystem der Station.

WAGO – mehr als Klemmen

Viele kennen WAGO als Hersteller von Kabelklemmen – diese kleinen Bauteile, die dafür sorgen, dass Strom dort fließt, wo er soll. Doch wie Thorsten Stuckenberg betont, steckt hinter dem Namen viel mehr. „WAGO ist auch stark im Bereich der Automatisierungstechnik unterwegs. Besonders in der Fernwirktechnik und mit unseren EZA-Reglern können wir echten Mehrwert bieten.“

Seit über fünf Jahren arbeiten Vrielmann und WAGO schon zusammen. Besonders intensiv seit 2020, als die ersten Fernwirk-Controller in den Kundenstationen installiert wurden. Seither sind sie das digitale Herzstück der Stationsautomation.

Austausch auf Augenhöhe

Was die Zusammenarbeit so besonders macht, ist der enge Austausch. „Ihr bringt viel Wissen direkt aus dem Feld mit – von euren Kunden, von realen Situationen“, sagt Thorsten Stuckenberg über Vrielmann. „Wir können dann mit technischem Input unterstützen. Das ist ein echtes Geben und Nehmen.“ Bastian Barth bestätigt das: „Wir schauen gemeinsam, wie wir unsere Stationen weiterentwickeln können. Das geht nur mit einem Partner, der auch über den Tellerrand schaut.“

Digitalisierung zum Anfassen

Für Laien mag es vielleicht überraschend sein, aber genau hier – in der Welt der Mittelspannung – wird Digitalisierung ganz praktisch. Trafostationen kommunizieren heute mit der Netzleitstelle, melden Störungen automatisch oder unterstützen mit Systemdienstleistungen nachgelagerter Erzeugungsanlagen bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Das alles lernen die Elektriker von morgen schon heute – an realitätsnahen Anlagen, die Vrielmann mit WAGO-Technik fit gemacht hat.

Fazit: Technik, die verbindet

Was bleibt, ist ein starkes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe echte Innovation hervorbringt – nicht nur in der Technik, sondern auch in der Ausbildung.

Erfahre mehr über die Vrielmann Akademie und unsere Seminare oder informiere dich über die Automatisierungstechnik bei WAGO.